herrdean

konfus , verwirrt und alltagstauglich
 

Letztes Feedback

Meta





 

Vom versiegen der Sinne

Ich saß auf meiner Couch und nichts ahnend überkam sie mich.
Die Müdigkeit.
Nicht wie sonst, nein. Mit voller Wucht und Härte traf sie mich unvorbereitet.
Glücklicherweise war mein Körper schon in nahezu liegender Stellung gelagert.
War echt eine gute Idee, der Couchbauern, diese etwas schwerfälligen Geschöpfe auch an den Lehnen auszupolstern.
Es hätte schwerwiegende Spätfolgen heraufbeschwören können, wäre mein Kopf nicht in dieser flauschig samtigen Armstütze eingeschwebt.

Was sollte das? Mein ganzer Plan, der Tatendrang vom Nachmittag und die Möglichkeit einen sinnvollen Beitrag ins Schreibgut der Menschheit zu werfen wurden mit einem Male zu Nichte gemacht.
Ich habe doch so viel zu erzählen. Die ganzen dinge die ich den ganzen Tag gemacht habe. Oder geglaubt habe erlebt zu haben.

Stille. Absolute Stille.
Als hätte man den Stecker aus der Steckdose für die Lebensgeister sämtlicher Dinge gezogen.
Nicht einmal ein knirschen, knarzen, kratzen, schaben, klirren oder knallen war zu hören.
Nur unendliche dunkle Stille.
Im Plattenbau, an einem Freitagabend ein sehr ungewöhnlichen Szenario.
Okay es hielt genau dreißig Sekunden an. Dann hörte ich ein scherbeln und…
„Ey du Pottsau. Sollst doch nicht die ganze Würze weghauen!“
Ich denke mir „Hmmm… die armen Menschen bekommen jetzt schon ihre Gewürze Zugeteilt.“
Eine Plastiktüte flattert am Fenster vorbei.

Ich schließe meine Augen und lasse meine Sinne versiegen. Morgen wird es heller sein und ich gieße meine Gedanken erneut.



PS: Ich weiß nicht ob ich heute Abend meine Motorik so weit unter Kontrolle habe um noch schreiben zu können. Also dann bis Morgen und ein schönes Wochenende.

PPS: R.I.P. Pippi

16.4.11 08:40

Werbung


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Mausi (16.4.11 16:38)
na ich geh mal davon aus, dass dene motorik das nicht mehr schafft.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen